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CoCo - Conduct

Der CoCo-Conduct dient als gemeinsame Verabredung für die gesamte Code & Context Community und wird hierbei von jeder Person bewahrt und geschützt. Wenn wir Probleme mit dem CoCo-Conduct haben, wenden wir uns an die CoCo-Conduct-Gruppe (siehe CoCo-Conduct Gruppe).


Unsere Vision

Unser Ziel ist eine gemeinsame Verabredung, die ein offenes, sicheres und soziales Miteinander ermöglicht.

Wir tragen die Verantwortung dafür, dass in unserer Community Probleme adressiert werden können, reflektieren eigene Vorurteile¹ und versuchen nicht ungefragt zu werten, sondern konstruktiv Feedback zu geben.

Wir ermöglichen uns gegenseitig maximale Freiheit und unterstützen individuelle Bedürfnisse. In Konfliktfällen nehmen wir Rücksicht und beteiligen uns aktiv an einer transformativen Klärung.

Diskussionen, verschiedene Meinungen und Entscheidungen akzeptieren wir und schätzen diese wert.

Wir respektieren die Individualität aller Menschen und machen uns bewusst, dass Diversität die Regel ist.

¹Satz 4 Hackerethik (https://www.ccc.de/de/hackerethik): "Beurteile einen Hacker/in/x nach dem, was sie tut, und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Herkunft, Spezies, Geschlecht oder gesellschaftliche Stellung (Liste nicht vollständig)."


CoCo-Conduct Gruppe

Die CoCo-Conduct-Gruppe bietet Möglichkeiten zum Ansprechen und nimmt die Anliegen jeder einzelnen Person ernst und bietet individuelle Unterstützung nach Wunsch der betroffenen Person und Kapazitäten der Gruppe.

Zur Kontaktaufnahme stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung: - persönliche Ansprache der CoCo-Conduct-Mitglieder, - Ansprache per E-Mail (code-of-conduct@th-koeln.com), - Ansprache per Letterbox (S22, Belle Etage).

Sowohl der Posteingang des E-Mail-Kontos als auch die Letterbox werden während der Vorlesungszeit mindestens einmal pro Woche von einem Mitglied der CoCo-Conduct-Gruppe geleert und deren Inhalte stets vertraulich behandelt.

Der CoCo-Conduct ist veränderbar. Sollten Wünsche zur Änderung oder Ergänzung des Code of Conducts bestehen, organisiert die CoCo-Conduct-Gruppe ein für die gesamte Community offenes Reflexionstreffen, bei dem über die Aufnahme der Änderungswünsche in den Code of Conduct abgestimmt und der neue Code of Conduct bestätigt wird.

Jedes Semester entsteht eine neue CoCo-Conduct-Gruppe, durch Teilnahme am bzw. das Anbieten des dazugehörigen C&Rs bildet sich eine Gruppe aus Lehrenden und Studierenden. Es ist wünschenswert, dass sich hier eine möglichst diverse Gruppe zusammenstellt.


Unsere Sprache

Wir benutzen und tolerieren keine uneinsichtig bzw. absichtlich diskriminierende oder beleidigende Sprache. Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir unterschiedliche Perspektiven haben und unsere Sprache ebenso wie unsere Verletzungserfahrungen immer von diesen geprägt sind. Wir wissen, dass Humor, Kunst und Satire keine klaren Grenzen haben und diese nicht kontrollierbar sind oder jemals sein sollen. Wir erkennen an, dass Kontext und Autor-Innenschaft mitbedeutend für Diskriminierungserfahrungen sind und hören marginalisierten Perspektiven insbesondere zu. Wir vertrauen einander, dass wir die Perspektive anderer nicht kennen, aber kennenlernen können und beziehen in unser Handeln ein:

  1. Worte, Gesten, Aussagen, die nicht verletzend gemeint sind, können trotzdem real verletzen! Es ist wichtig, diese Verletzung ernst zu nehmen und die andere Perspektive zu hören.
  2. Nicht alles, was verletzt, ist verletzend gemeint! Es ist wichtig, dass wir uns äußern, nachfragen und nicht vom Schlimmsten ausgehen.

Wir reflektieren die Macht unserer Sprache und bemühen uns um gewaltfreie und diskriminierungsarme Kommunikation. Wir wissen, dass es kein Patentrezept für genderneutrale Sprache gibt, deshalb bringen wir gegenseitiges Verständnis rund um das Thema auf, teilen Feedback und tauschen uns dazu aus.


Designing & Creating

Als Teil von Code & Context entwickelst du neue Erfahrungen und Umgebungen und trägst damit große Verantwortung. Dir sollte bewusst sein, was du entwickelst - Als gestaltende Person liegt es in deiner Hand, möglichst diskriminierungsfreien Content zu produzieren und die (Aus)Wirkung deines Entwickelns zu reflektieren.

Mache dir bewusst, was du für andere Menschen entwickelst und dass du deren Perspektive nicht kennen und nur erforschen kannst. Trage die entsprechende Verantwortung, deine Arbeit zu testen und sei offen für Feedback.

Siehe dazu: - Ethical Design Manifesto (https://ind.ie/ethical-design/): Respect -> 1. human rights 2. human effort 3. human experience - Scrum Guide (https://www.agilero.de/wp-content/uploads/2020/08/Scrum-Guide-Deutsch.pdf): "Die Mitglieder des Scrum Teams haben den Mut, das Richtige zu tun und an schwierigen Problemen zu arbeiten."


Zusammenarbeit

Arbeitsumgebung

Wir schaffen eine Arbeitsumgebung, in der wir darauf vertrauen können, dass wir aus eigener Kraft etwas bewirken können und auch in schwierigen Situationen die Fähigkeiten haben, selbstständig zu handeln.

Umgang miteinander

In der Zusammenarbeit steht nicht nur das Projekt im Mittelpunkt, sondern auch wie es allen Beteiligten geht und wie die Zusammenarbeit für uns funktioniert und ob wir etwas lernen können.

Wir achten auf unsere (eigenen und die der anderen) Grenzen und unsere geistige Gesundheit und reflektieren und kommunizieren über unsere Stärken, Schwächen und Bedürfnisse (Bsp. wer kann wann wie lange arbeiten).

Scrum-Guide (https://www.agilero.de/wp-content/uploads/2020/08/Scrum-Guide-Deutsch.pdf): "Die Mitglieder des Scrum Teams respektieren sich gegenseitig als fähige, unabhängige Personen und werden als solche auch von den Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten, respektiert."

Interessenskonflikte

Es ist essenziell für unser gegenseitiges Vertrauen, dass in der Öffentlichkeit (z.B. Veranstaltungen) und Halb-Öffentlichkeit (z.B. digitale Kommunikationsmedien, Lernräume) von Code & Context potenzielle Interessenskonflikte angezeigt werden. Sowohl beim Teilen von Informationen in z.B. Textform als auch bei Veranstaltungen wie z.B. Vorträgen, müssen jegliche Abhängigkeiten, konfliktäre Interessen und/oder persönliche, wie berufliche Beziehungen oder etwaige Vorteilsnahme transparent gemacht und explizit angezeigt werden. Die Offenlegung aller relevanten Abhängigkeiten und Interessen muss deutlich und sofort ersichtlich sein.

Beispiele für Interessenkonflikte: - Du (oder jemand der dir nahesteht) verdienst daran, dass du hier etwas teilst. - Du arbeitest bei einer Firma oder hast andere geschäftliche Beziehungen zu einer Person oder einem Inhalt, den du bei CoCo einbringst. - Du bekommst etwas dafür, dass du etwas bewirbst/ teilst/ organisierst. - Es gibt politische oder anderweitige Beziehungskonflikte, du bist zum Beispiel Mitglied einer Partei, Organisation oder eines Vereins.

(Liste nicht vollständig)

Wichtig bei Interessenskonflikten ist, diese genau und transparent anzuzeigen.

Fähigkeiten

In der Lehre und im Lernen achten wir darauf, verschiedene Fähigkeiten nicht unterschiedlich wichtig zu werten und streben gleichberechtigte Lernräume an.

In der Gruppenbildung in den Kursen achten wir darauf, dass verschiedene Skillsets zusammen kommen und viel gelernt werden kann, anstatt, dass alle immer genau das machen, was sie bereits am besten können. Wir achten darauf die Arbeitslast in Gruppenarbeiten gleichmäßig zu verteilen und uns nicht auf Personen mit größerem Skillset und ihren Fähigkeiten auszuruhen und achten auch als Studierende darauf, dass die Verantwortung für den Lehrauftrag effektiv bei den Lehrenden liegt. Gegenüber den Lehrenden fordern wir diese Lernräume ein und lassen uns von Benotungsdruck nicht übermäßig stressen.

Habe Verständnis und zeige Empathie mit anderen, die noch nicht über dein Fachwissen verfügen und schätze das Fachwissen und die Fähigkeiten anderer im gleichen Maße wert.

Gegenseitige Unterstützung

Wir unterstützen uns gegenseitig darin uns selbst zu vertrauen und geben uns konstruktiv und liebevoll Feedback.

Teile dein Wissen und deine Fachkenntnisse mit anderen und hilf denen zu wachsen, die nicht über dein Fachwissen (z.B. social skills, systemic skills, making skills etc.) verfügen. Erkenne anderer Menschen Fachwissen und Fähigkeiten an und lerne von ihnen.

Schätze jede Art von Unterstützung und Hilfe wert.

Religionsfreiheit

CoCo ist ein Raum für Religionsfreiheit, was bedeutet, dass jede Religion ausgeübt werden darf. Um diese Religionsfreiheit zu schützen, gilt es, die Religion als Privatsache zu halten und weder zu propagieren noch anzugreifen.


Sensibilisierung für Neurodiversität und mentale Gesundheit

Datenerhebung zur Situation Studierender mit Behinderung und chronischer Krankheit 2016/17 (https://www.studierendenwerke.de/fileadmin/api/files/beeintraechtigt_studieren_2016_barrierefrei.pdf): Einen Hinweis auf die statistischen Realitäten zu mentaler Gesundheit an der TH-Köln gibt eine Studie aus dem Jahr 2016–2017 haben 11 % der Studierenden eine studienerschwerende Behinderung, von diesen 11 % leiden ca. 50 % an einer psychischen Erkrankung.

Unser Anspruch an den Umgang mit psychischen Problemen bei Code & Context

Wir erkennen an, dass jede*r von psychischen Problemen betroffen sein kann. Ein unterstützendes Umfeld ist entscheidend, da ein stigmatisierendes Umfeld die psychische Gesundheit negativ beeinflussen kann.

Wir streben eine offene und urteilsfreie Kommunikation zu psychischen Problemen an. Das bedeutet zum Beispiel, eine Person nicht als faul zu beschreiben, die gerade mit psychischen Herausforderungen zu kämpfen hat. Stattdessen formulieren wir Erwartungen in Ich-Botschaften: "Ich finde gut und wichtig, wenn du am Treffen teilnimmst oder an dieser Ausarbeitung beteiligt bist."

Als Betroffene streben wir einen offenen Umgang mit unserem Zustand an und sind hierfür auf ein verständnisvolles und reflektiertes Umfeld angewiesen. Wenn du weißt, welcher Umgang für dich gut funktioniert, dann lernen wir gerne daraus.

Wir behalten im Kopf, dass psychische Probleme ernst zu nehmen sind und professionelle Unterstützung erfordern. Weder Studierende noch Lehrende bei Code & Context sind hierfür ausgebildet. Wir möchten einander zuhören und gleichzeitig niemanden Überfordern. Wenn wir nicht weiterwissen, können wir uns immer an die Beratungsstellen der TH Köln wenden.


Gesondertes Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden

Wir erkennen an, dass das Verhältnis von Studierenden zu Lehrenden zu einem Machtungleichgewicht führt und sind bemüht dieses Ungleichgewicht so transparent und gering wie möglich zu halten.

Als Lehrende sind wir uns darüber bewusst, dass unsere Position gegenüber den Studierenden besonders ist und sich unser Verhalten auf Viele auswirkt. Dementsprechend begegnen wir Studierenden mit Respekt für ihre Zeit und (menschlichen) Ressourcen und legen in unserer Machtposition besonders Wert darauf nicht diskriminierend zu handeln. Wir verstehen, dass unsere Position es uns abverlangt, besonders aufmerksam für konstruktive Kritik zu sein. Daher sind wir bestrebt, ein Umfeld zu schaffen, in dem Studierende sich sicher fühlen, ihr Feedback zu teilen, und ermutigen sie aktiv dazu. Unsere Kommunikation ist stets transparent, offen und nachvollziehbar, insbesondere bezüglich der Ansprüche, die für die Benotung oder das Bestehen einer Lehrveranstaltung relevant sind. Dabei legen wir besonderes Augenmerk auf mögliche Anpassungen, die nach Kursbeginn vorgenommen werden.

Als Studierende kommunizieren wir offen über unsere Bedürfnisse und die unserer Mitstudierenden sowie den durch Lehrveranstaltungen entstehenden Stress. Wir äußern Kritik offen und konstruktiv und sind uns bewusst, dass nur durch diese Kommunikation auf unsere Anliegen reagiert und Anpassungen vorgenommen werden können.


Verantwortung und Konfliktmanagement

Wir erkennen es an, wenn jemand aus unserer Community ein Problem hat und versuchen uns in die Perspektive der Person hineinzuversetzen. Hierbei bemühen wir uns um Verständnis, indem wir aktiv zuhören, gehen aber in jedem Fall den konkreten Bedürfnissen der betroffenen Person nach.

Wir übernehmen Verantwortung für unsere Entscheidungen und die darauf folgenden Konsequenzen. Wenn uns die Konsequenzen unseres Handelns überfordern, holen wir uns Hilfe (z.B. bei der Anti-Diskriminierungsstelle der TH) und unterstützen uns gegenseitig.

Transformativer Umgang bei Missachtung des CoCo-Conduct

Wir praktizieren keine „bestrafende“ Kultur, sondern versuchen mittels Aufklärung Probleme zu lösen und suchen gemeinsam einem Weg, wie wir Situationen in Zukunft vermeiden können.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Störungen abgebaut werden können und Verletzungen Raum bekommen, um verarbeitet zu werden.

Wir verurteilen die Fehler der anderen nicht, sondern weisen auf diskriminierendes Verhalten hin, wenn wir es mitbekommen, auch wenn keine direkt betroffene Person anwesend ist. Hierbei unterstützen wir uns gegenseitig.

Wird der CoCo-Conduct von dir oder deinem gegenüber gebrochen, wird bewusst gemacht welche Grenze überschritten wurde. Es wird mindestens ein Unterstützungsgespräch mit der betroffenen Person und ein Reflexionsgespräch mit der grenzüberschreitenden Person geführt. Diese ersten Gespräche werden von der CoCo-Conduct-Gruppe durchgeführt, im Weiteren können auch dedizierte Teams die Konfliktbearbeitung übernehmen.


Privacy by default

Das unerlaubte, versteckte oder nicht explizit konsensuale Aufnehmen von Audio-, Bild- und/oder Videomaterial im Rahmen und in Räumen von Code & Context ist verboten. Dies gilt sowohl im physischen wie auch im virtuellen Lehr- und Lernraum. Im Speziellen gilt auch, dass wir keine Aufnahmen von Screens anderer Leute machen. Ausgenommen von dieser Regelung sind öffentliche Veranstaltungen, hierbei gilt, dass auch hier nur öffentliches Geschehen aufgenommen werden darf und die Aufnahme nur explizit, das heißt nicht versteckt, getätigt werden darf.


Selbstbildung und Selbstreflexion

Wir sind weder perfekt noch fehlerfrei, deshalb hinterfragen wir unsere eigenen Ansichten und Vorurteile, um ein diverses Miteinander zu fördern.

Wir ermutigen uns bei unserer gegenseitigen Weiterbildung und nutzen dafür den CoCo Self-Education & Diversity Space. Hier sammeln wir Ressourcen, von denen wir denken, dass sie uns und andere bei der Selbstbildung unterstützen.